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djd Recherchetag 2005

Arterienverschluss

Thema:

Schaufenster-Krankheit? Kommt mir bekannt vor, werden Sie denken. Doch hinter der harmlos klingenden Umschreibung steckt keineswegs eine übersteigerte Lust am Einkaufsbummel, sondern eine fortschreitende Erkrankung des arteriellen Gefäßsystems in den Beinen. Mediziner sprechen von der peripheren, arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK), die im Alter ab 65 Jahren etwa jeden fünften Deutschen betrifft. Erste Symptome der oft bagatellisierten "Arterienverkalkung" sind Schmerzen beim Gehen. Das ist der Grund, warum viele Betroffene, die übrigens nicht selten auch unter Depressionen leiden, häufig vor Schaufenstern stehen bleiben, um ihrer Beschwerden Herr zu werden. Schreitet die Mangeldurchblutung fort, kommen Schmerzen im Liegen und im letzten Stadium Entzündungen und Geschwüre des absterbenden Gewebes hinzu. Ist es erst einmal so weit gekommen, sind Amputationen oft der letzte Ausweg. Doch muss es soweit kommen? Wer gehört eigentlich zur Risikogruppe? Wie finden Betroffene einen Facharzt? Gibt es Gefäßuntersuchungen, die routinemäßig durchgeführt werden könnten, um vor möglichen Arterienverschlüssen zu warnen? Wie sieht eine adäquate Therapie aus, mit der die PAVK von einer vernachlässigten zu einer besiegten Volkskrankheit werden könnte?

Professor Dr. med. Curt Diehm, Chefarzt des Klinikums Karlsbad-Langenstein und einer der führenden Gefäßmediziner Deutschlands, erklärt anhand der jüngsten Studienergebnisse, welche Risikogruppen besonders von der PAVK betroffen sind. Der Spezialist nennt Hintergründe und Folgen der Gefäßerkrankung, die auch als wichtiges Indiz für einen drohenden Herzinfarkt oder Schlaganfall gewertet werden muss. Er demonstriert, wie leicht mit dem Knöchel-Arm-Index ein erster Status der Gefäße gemessen werden kann. Interessierte Journalisten können sich ihren Wert vor Ort bestimmen lassen. Der als Gefäßchirurg in Hannover niedergelassene Dr. med. Michael Emter unterstreicht die Bedeutung einer adäquaten Diagnostik und Therapie durch den Spezialisten. Als Vorsitzender der VAG-Arztsuche e.V. gibt er Betroffenen, Angehörigen und Hausärzten Tipps, wie jeder einen Gefäßmediziner vor Ort finden kann.

Experten:

Prof. Dr. Curt Diehm, Angiologe, Klinikum Karlsbad-Langensteinbach (Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg) - Hier können Sie das Interview als Worddatei herunterladen
Dr. Michael Emter, Angiologe, Hannover, Vorsitzender der VAG-Arztsuche

Allgemeines Informationsmaterial:

Bilder (8,7 MB)
Experten (0,5 MB)
Presseinformationen (4,9 MB)

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